Am 20. März ist es wieder so weit: Es ist Weltglückstag oder International Day of Happiness! Und da schon Albert Schweizer wusste, dass „Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt“, wollen wir uns das Konzept Glück am Tag des Glücks einmal genauer anschauen.

Weltglückstag 2023

Die Organisation der Vereinten Nationen (UNO) veranstaltet jedes Jahr den sogenannten Internationalen Tag des Glücks (auch: Weltglückstag) und das immer unter einem anderen Motto. Die Idee dahinter? Das Glücklichsein als globales Menschenrecht zu promoten.

Ein Tag im Zeichen des Glücks: Die Idee des Weltglückstags

Glücklichsein als globales Menschenrecht – das wär’s, oder? Genau das ist die Idee hinter dem sogenannten Weltglückstag, der seit 2013 jährlich am 20. März gefeiert wird. Der Tag wird von der Organisation der Vereinten Nationen (UNO) organisiert und soll das Glücklichsein als globales Menschenrecht in den Vordergrund stellen.

💡 Auch in Deutschland gibt es ein Ministerium für Glück und Wohlbefinden: Dieses betreibt mit der Glücksministerin Gina Schöler einen Podcast namens „Das kleine Glück: Der Podcast für positive Ideen, Impulse und Inspirationen„, um allesamt Menschen zu befähigen das Bruttonationalglück zu steigern. Hättest du es gewusst?

Sie fasziniert uns schon lange – die Kraft des Glücks

Schon vor mehr als 2500 Jahren fanden die ersten Studien zum Thema Glücklich sein statt. Klassische Philosophen wie Sokrates, Konfuzius oder Buddha widmeten der Suche nach dem Glück bereits große Teile ihres Lebens. Auch das amerikanische Prinzip der “Persuit of Happiness” ist uns – nicht zuletzt durch Hollywood – schon länger ein Begriff.

Das Glücklichsein beschäftigt die Menschen also schon eine ganze Weile. Und doch hat die Psychologie erst in den letzten Jahren damit begonnen, die wahre Bedeutung positiver Emotionen und ihre Auswirkungen auf Geist und Körper zu verstehen. Der Schlüssel zu menschlichen Wohlbefinden, so ihre Schlussfolgerung, liegt in starken sozialen Kontakten und einer Sinnhaftigkeit des Daseins. Auch eine grundsätzlich positive Einstellung hilft ebenfalls.  Sozialer Zusammenhalt und soziales Engagement, um der Gesellschaft etwas zurückzugeben oder die Ausübung einer spirituellen Praxis bzw. Relegion – Das alles macht uns glücklich, weil es unserem Leben einen Sinn verleiht. Menschen, die sich in diesem Sinne glücklich fühlen, leben erwiesenermaßen länger und leiden seltener an Krankheiten, wie Bluthochdruck oder Herzproblemen.

Was ist eigentlich Glück?

Neurologisch gesehen ist Glück nichts anderes als ein guter Cocktail aus den richtigen körpereigenen Chemikalien, die durch unser Gehirn strömen. So empfinden wir beispielsweise ein Hochgefühl, wenn unser Körper Dopamin bildet. Der Botenstoff regt das sogenannte Belohnungszentrum in uns an. Es wurde sogar schon ein Gen entschlüsselt, das uns offenbar glücklich macht. Es trägt den gar nicht glücklichen Namen “SLC6A4” und leitet das Hormon Serotonin, welches uns entspannt und gut gelaunt sein lässt, in unsere Zellen. Doch die Genetik kann das Glück nicht allein erklären. Auch Lebensumstände, Erlebnisse und Taten machen glücklich und wir haben einen ganzen Artikel zum Thema Glück für dich – mit tollen Vorschlägen, wie du selbst etwas zufriedener auf dein Leben blickst.

5 überraschende Dinge, die uns glücklich machen

Von ein paar Momenten oder Situationen wissen wir auch ohne Wissenschaft, dass sie uns glücklich machen. Wir fühlen es einfach, wenn sich Zufriedenheit, Wohlbefinden oder Glückshormone ins uns breit machen. Es gibt aber auch fünf spannende Erkenntnisse der Glücksforschung, die belegen, dass sie uns glücklicher machen. Los geht’s!

  1. Gute Beziehungen führen zu lang anhaltendem Glück – Über 75 Jahre lang verfolgten Forscher der Harvard Universität das Leben von über 600 Menschen, analysierten regelmäßig ihre Gesundheit und Gehirnfunktionen, um herauszufinden, was uns langfristig glücklich macht. Die Ergebnisse sind eindeutig: Laut George Vaillant, dem Leiter der Studie, ist die Qualität unserer Beziehungen der entscheidende Faktor für anhaltendes Glück. Das bedeutet echte, tiefe Bindungen zu Ehepartnern, Freunden und Familienmitgliedern.
  2. Glücklich ist, wer eine Schwester hat! Das belegt eine sozialpsychologische Studie der Universität Ulster und De Montfort. Dazu wurden 571 Menschen im Alter von 17 bis 25 Jahren auf ihr Wohlbefinden untersucht. Die Ergebnisse waren eindeutig: Menschen, die weibliche Geschwister haben, sind optimistischer, ausgeglichener und können Krisen besser meistern. Schwestern fördern häufig eine offenere Kommunikation und sorgen somit für eine glücklichere Gesamtstimmung. Übrigens landeten Einzelkinder im Mittelfeld, während Menschen, die nur mit Brüdern aufwuchsen, bei der Studie am pessimistischsten abschnitten.
  3. Nickerchen bis zu 30 Minuten – Bekannt ist bereits, dass ausreichend Schlaf langfristige Gesundheitsvorteile bring, etwa unser Konzentrationsvermögen und unseren Herz- Kreislauf fördert. Forscher der Universität Hertfordshire fanden anhand von 1.000 Personen und ihren Schlafgewohnheiten heraus, dass kurze Mittagsschläfchen glücklich machen können, während längere Schläfchen, länger als 30 Minuten zum Beispiel in der Mittagspause, den Schlafrhythmus stören können.
  4. Services wie Putzhilfen, Lieferdienste & Co – Wir wissen, dass Geld allein nicht glücklich macht. Forscher haben untersucht, wie Menschen ihr Geld investieren können, um nachhaltig glücklicher zu sein. Eine Studie mit 6.000 Teilnehmern aus den USA, Kanada, Dänemark und den Niederlanden zeigt, dass Menschen, die mehr Geld für Haushaltshilfen oder Lieferdienste ausgeben, glücklicher sind. Die Zeitersparnis, die dadurch entsteht, bringt Freude.
  5. Geld für Andere ausgeben macht deutlich glücklicher – Geld für andere auszugeben macht laut einer Studie der University of British Columbia und der Harvard Business School glücklicher, unabhängig davon, ob es für Bedürftige, Tiere oder Geschenke für Freunde und Familie ist. Die Quintessenz: Geben führt zu einem glücklicheren Leben.

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Und wer hat’s erfunden? Jayme Illien

Viele Weltreligionen und Philosophien beschäftigen sich mit dem Prinzip des Glücks und die damit verbundenen positiven Emotionen. Der hier gemeint Weltglückstag ist aber trotzdem ein relativ junges Konzept. Es geht zurück auf den langjährigen UNO-Berater Jayme Illien. Für das Waisenkind aus Kalkutta, das bei einer amerikanischen Familie aufwuchs, war globale Gerechtigkeit schon früh ein Thema. Nach einer langen und erfolgreichen Kampagne, die den Einfluss positiver Emotionen auf den Menschen betont hat, folgte 2013 schließlich der erste weltweite Glückstag. Die Liste prominenter Unterstützer war lang: So wurde beispielsweise der Hit “Happy” von Pharrell Williams 24 Stunden live gestreamt. Auch namhafte internationale Akteure wie Ban Ki Moon oder Chelsea Clinton traten schon als Botschafter des Glücks auf.

Dabei stehen immer unterschiedliche Themenschwerpunkte im Mittelpunkt. 2015 ging es beispielsweise schwerpunktmäßig um die Bedeutung von Beziehungen. Der Weltglückstag ist gleichzeitig auch Anlass für die Veröffentlichung des jährlichen World Happiness Reports, der 156 Länder nach Zufriedenheit ranked. Da die Initiative Glück als zentrales Menschenrecht sieht, sind mit der Liste auch Zielsetzungen verbunden, wie das Glück in den jeweiligen Ländern erhöht werden kann.

Was macht man am Weltglückstag? Aktion 2023

Im Jahr 2023 war zum Beispiel geplant einen “Dominoeffekt der guten Gefühle” auszulösen. Und jeder kann mitmachen! Alles, was du brauchst, ist etwas Straßenkreide. Am 20. März sollen damit liebevolle Botschaften, Komplimente oder ganze Kunstwerke im öffentlichen Raum entstehen. Es sollte gemeinsam eine Welle des Glücks um die Welt geschickt werden! Schon ein kleines Lob birgt das Potenzial, einen Menschen – und sei es auch nur für einen kurzen Moment – glücklich und zufrieden zu machen. Schön, oder?

Ausblick: Was können wir lernen?

Klar ist aber auch: Wir haben auf dem Gebiet noch viel zu lernen. Der Weltglückstag bietet Gelegenheit, auf das Thema aufmerksam zu machen. Deshalb sei dabei und lasst uns gemeinsam den Weltglückstag feiern und auf das Thema Glück als Menschenrecht aufmerksam machen.

In der aktuellen Zeit mit all ihren Krisen und einschneidenden Veränderungen, ist das Thema wichtiger denn je. Vielen ist der Glaube an eine positive Zukunft abhanden gekommen. Der Weltglückstag bietet eine tolle Gelegenheit, daran gemeinsam etwas zu ändern. Machst du mit?

Ich wünsche dir am Tag des Glücks und darüber hinaus natürlich besonders viel Glück in deinem Leben! Ich hoffe dieser Beitrag konnte bereits etwas dazu beitragen.

Häufig gestellte Fragen zum Tag des Glücks

Seit wann gibt es den Weltglückstag?

Der Tag des Glücks, auch bekannt als Internationaler Tag des Glücks, wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um die Bedeutung des Glücks und des Wohlbefindens in der menschlichen Existenz zu betonen. Erstmals wurde dieser Tag am 20. März 2013 gefeiert, nachdem die UN-Generalversammlung am 28. Juni 2012 eine Resolution verabschiedet hatte, die den 20. März als Internationalen Tag des Glücks festlegte.

Warum gibt es den Tag des Glücks?

Der Tag des Glücks soll die Bedeutung des Glücks als universelles Ziel und Streben der Menschheit hervorheben und die Aufmerksamkeit auf die Notwendigkeit lenken, politische Maßnahmen zu fördern, die das Wohlbefinden der Menschen fördern. Glück wird als ein wichtiger Faktor für das menschliche Wohlbefinden betrachtet, und dieser Tag soll dazu beitragen, das Bewusstsein für die verschiedenen Faktoren zu schärfen, die das Glück beeinflussen können, wie soziale Unterstützung, wirtschaftliche Stabilität, Gesundheitsversorgung, Bildung und Umweltqualität.

Verwendete Quellen: un.org, ministeriumfuerglueck.de, adultdevelopmentstudy.org, greatergood.berkeley.edu, herts.ac.uk, pnas.org